Welche Inhaltsstoffe in Shampoos sollte ich während der Schwangerschaft vermeiden?

Wenn die Schwangerschaftshormone sich erst einmal im Blutkreislauf einer Frau tummeln, sind Heißhunger und Übelkeit nicht die einzigen Folgen. Unglücklicherweise bleiben nicht einmal ihre Haare verschont. Ganz in typischer Manier der Hormone kann sich das auf ziemlich unvorhersehbare Art und Weise äußern. Manche Frauen mit üblicherweise trockenem Haar bekommen dann fettiges, andere haben statt ihrer Naturwellen eher glattes Haar, und wieder andere stellen fest, dass ein Haarfärbemittel zu einem anderen Farbton führt, als sie es gewohnt sind. Ganz zu schweigen davon, dass bei manchen Frauen plötzlich Haare an Stellen sprießen, wie sie es vorher nur beim nervigsten aller Onkel gesehen haben (ganz recht, wir reden vom Haarwuchs am Rücken und gänzlich unerwarteten Stellen im Gesicht.)

Was die Hormone so treiben, kann man leider nicht ändern. Allerdings gibt es während der Schwangerschaft auch Risiken, gegen die man etwas unternehmen kann. Ein Beispiel sind einige der Chemikalien, die in Shampoos enthalten sind und Ihrem Baby schaden könnten. PureRescue hat eine Liste der beunruhigendsten zusammengestellt, die man meiden sollte.

Parabene

Maura Henninger, eine naturheilkundliche Ärztin aus New York City, hat die Gefahren von Parabenen in einem Interview mit dem Magazin mom diskutiert. Laut Henniger sind Parabene (oft angeführt als Sodium Methylparaben, Methylparaben, Ethylparaben, Propylparaben und Butylparaben) Inhaltsstoffe, die Sie bei Shampoos meiden sollten. Das größte Problem mit diesen Wirkstoffen ist die Tatsache, dass sie dem weiblichen Sexualhormon Östrogen ähneln und es nachahmen. Dr. Henniger warnt, dass „wissenschaftliche Studien zeigen, dass sie den Hormonhaushalt stören können und somit eine Gefahr für die normale Entwicklung des Fötus darstellen.“

Es sind noch weitere wissenschaftliche Studien nötig, um festzustellen, welche Auswirkung Parabene ganz genau auf ungeborene Babys haben. Es ist möglich, dass sie anfälliger für die Auswirkungen von Unregelmäßigkeiten des Hormonspiegels sind.

Vitamin A

Eine Studie in den neunziger Jahren hat gezeigt, dass Vitamin A in übermäßigen Mengen zu angeborenen Fehlbildungen bei Neugeborenen führen kann. Für die Babys von Müttern, die während der Schwangerschaft pro Tag mehr als 10.000 Einheiten Vitamin A – was dem Vierfachen der empfohlenen Tagesmenge entspricht – zu sich nahmen, bestand eine größere Wahrscheinlichkeit, mit Fehlbildungen am Kopf, im Gehirn, dem Herz oder Rückenmark geboren zu werden.

Dabei ist zu beachten, dass diese Studien sich in erster Linie auf Nahrungsergänzungsmittel beziehen. Laut dem Linus Pauling Institute sollten Nahrungsergänzungsmittel unter 3.000 mcg/Tag bleiben. Die in Shampoos enthaltenen Mengen an Vitamin A sind im Allgemeinen niedriger, aber die aus diesen Studien gezogenen Schlussfolgerungen reichen, um bei diesem Inhaltsstoff Vorsicht walten zu lassen – zumindest im ersten Schwangerschaftstrimester.

Sodiumlaurethsulfate

Sodiumlaurethsulfate (SLES), was nicht dasselbe ist wie Natriumlaurylsulfate, sind Inhaltsstoffe zur Schaumbildung, die bei Seifen und Shampoos verwendet werden und mit Krebserkrankungen und einigen angeborenen Fehlbildungen in Verbindung gebracht wurden. Lesen Sie, was auf der Packung steht, und vergewissern Sie sich, dass Sie einen Hinweis „frei von SLES“ darauf finden.

Methylisothiazolinon (MIT)

Methylisothiazolinon (MIT) ist ein Inhaltsstoff, der zur Abtötung schädlicher Bakterien eingesetzt wird, die anderenfalls in der Feuchtigkeit von Shampoos und Lotionen besonders gut gedeihen würden. Dieser Wirkstoff hat schon in den frühen 2000ern Bedenken aufkommen lassen, als eine wissenschaftliche Studie zeigte, dass MIT die Fähigkeit unserer Zellen stören kann, untereinander zu kommunizieren.

Die Studie zeigte, dass eine längere Exposition gegenüber selbst kleinen Mengen der Chemikalie die Entwicklung von Strukturen der Nervenzellen beschädigt, genauer gesagt Zellfortsätze (Dendriten) und das Axon. Diese spielen eine wichtige Rolle bei der Signalübertragung zwischen Nervenzellen. Die ursprünglichen Tests wurden an Ratten durchgeführt, allerdings äußerten die Wissenschaftler die Befürchtung, dass die Auswirkungen von MIT bei ungeborenen Babys ähnlich sein könnten.

Inhaltsstoffe, die Sie auf der Verpackung sehen wollen

Glücklicherweise gibt es eine ganze Reihe von natürlichen Shampoos und Pflegespülungen, die die genannten schädlichen Inhaltsstoffe vermeiden und Ihnen während der Schwangerschaft dennoch zu gesundem, glänzendem Haar verhelfen. Beim Aussuchen der Produkte sollte Sie nach einigen Inhaltsstoffen Ausschau halten, die besonders hilfreich sind. Dazu gehört Sheabutter, die dem Haar dabei hilft, Feuchtigkeit zu speichern und dadurch vor Haarbruch schützt. Ähnlich verhält es sich mit Kokosöl, das dabei hilft, ihre Haarfollikel mit Feuchtigkeit und Vitalität zu versorgen.

Ein anderes Wundermittel ist natürlich Aloe vera, die dabei helfen kann, Haarausfall zu vermeiden, indem sie Ihrem Haar essentielle Aminosäuren liefert und damit auch für gesunden Glanz sorgt.

Fazit

Die Schwangerschaft ist wirklich schon stressig genug, auch ohne Zeit damit zu verbringen, die Angaben auf Shampoopackungen nach schädlichen Chemikalien zu durchsuchen. Wenn Sie stattdessen pflanzliche Alternativen wählen, können Sie sich das alles einfach sparen und haben eine Sorge weniger.

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