Die Wunder der pflanzlichen Reinigungsmittelalternativen

Mindestens 75 Prozent der in den letzten Jahrzehnten auf dem öffentlichen Markt neu eingeführten Arzneimittel wurden aus Pflanzen gewonnen. Pflanzen haben uns insbesondere Medikamente wie Morphium, Aspirin und Ephedrin geschenkt – anders gesagt den Grund, warum die meisten Menschen den Montagmorgen überstehen. Auch in der Energiewirtschaft spielen Pflanzen eine unverzichtbare Rolle, indem sie in der Form von Biokraftstoff bereits 14-18 Prozent der globalen erneuerbaren Energie ausmachen. Und wer kann ihren unersetzlichen Dienst im Einatmen der giftigen Gase vergessen, die wir weiterhin in die Atmosphäre ausstoßen?

Soweit ist der wesentliche Punkt klar – Pflanzen haben uns Menschen schon immer gute Dienste erwiesen und tun das nach wie vor. Aber wussten Sie, dass ihre Wunderkraft sich auch auf die Haarpflege erstreckt? Im folgenden geht es um zwei der nützlichsten dieser pflanzlichen Inhaltsstoffe.

Aloe, kannst du mich hören?

Die Aloepflanze ist eine Staude mit fleischigen Blättern, die man in den Trockengebieten der Welt findet. Sie steckt voller proteolytischer Enzyme, die tatsächlich dabei helfen, Ihre Kopfhaut- und Haarzellen zu reparieren.

Das funktioniert deshalb, weil die Aloepflanze viele der Bestandteile hat, die sich in Keratin finden – dem Hauptbestandteil von Haaren. Dazu gehören Aminosäuren, Sauerstoff, Kohlenstoff, Wasserstoff, Stickstoff und Schwefel. Das bedeutet, dass Aloe das Haar mit seinen eigenen Bestandteilen nährt.

Aloe wirkt auch gegen Juckreiz, Schuppen und allerlei andere peinliche Zustände unserer Haare, die einem die Chance auf eine zweite Verabredung vermasseln können. Eine Studie aus dem Jahr 1998 fand heraus, dass der Pflanze dies gelingt, indem sie die Entzündung der Kopfhaut verringert, die zu den weißen Schuppen führt – unter Wissenschaftlern ist das als seborrhoisches Ekzem bekannt . Dieser Vorgang wird zusätzlich von den Fettsäuren unterstützt, die in Aloe reichlich vorhanden sind.

Die effektive Reinigungsleistung ist ein weiterer Vorzug von Aloe. Im Unterschied zu einigen aggressiveren Chemikalien schädigt sie nicht Ihre Haarfollikel beim Ablösen des Öls von den Strähnen. Zudem enthält sie Vitamin A, C und E. Ob es wohl ein Zufall ist, dass so Ace [Ass] buchstabiert wird, die höchste Karte im Deck? Ich glaube nicht!

Waschnüsse

Mal abgesehen von einem Gesetzgeber und Richter, der wirklich „Lord Judge“ heißt, gibt es nichts, was passender benannt wurde als die Waschnuss – denn diese Nuss wäscht tatsächlich, wie es ein Waschmittel eben tut. In Indien wird sie schon länger verwendet, als die meisten anderen Staaten überhaupt existieren. Die Waschnuss ist ein günstiges, umweltschonendes Mittel, das beim Entfernen von Schmutz ganze Arbeit leistet.

In Kombination mit Wasser wird sie zu einer milden Lauge, die Seife ähnelt und damit für die reinigende Wirkung verantwortlich ist. Die Nuss ist nicht nur antibakteriell und verhütet Pilzbefall, sondern verleiht Ihrem Haar als Draufgabe auch noch einen gesunden Glanz.

Die Vorteile der Waschnuss beschränken sich nicht auf Haare. Die Kiesel ähnlichen, kleinen Nüsse haben naturbedingte Eigenschaften, durch die sie sich auch als Feuchtigkeitsspender eignen. Zusätzlich wissen viele Verbraucher die in ihnen enthaltenen ätherischen Öle zu schätzen, durch die sich Mitesser loswerden lassen und die den Hautton ausgleichen.

Das ist aber noch immer nicht alles. Eine Studie fand heraus, dass Waschnüsse bei der Behandlung von unangenehmen Symptomen bei Ekzemen und anderen Hauterkrankungen wirksam sind.

Fazit

Im Unterschied zur undurchschaubaren Kosmetikindustrie hatte die Natur bei der Erzeugung dieser zwei Wirkstoffe nichts als unverfälschte und reine Absichten. Aloe und Waschnuss werden seit Generationen gefahrlos verwendet. Es gibt also allen Grund zur Annahme, dass sie auch bei Ihnen gute Arbeit leisten werden.

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