Die Belastung der Umwelt durch herkömmliche Shampoos

Umwelt und Shampoos

Vor dem 20. Jahrhundert fanden es die Menschen unglaublich schwer zu glauben, dass irgendetwas, was Menschen tun, sich wirklich auf die Umwelt auswirken könnte. Der Himmel schien zu unendlich, die Ozeane zu groß und die Heerscharen an Tieren zu widerstandsfähig, um von uns kleinen Niemanden wirklich beeinträchtigt zu werden. Jetzt wissen wir das natürlich besser (sollte man meinen). Einflussreiche Philanthropen wie Al Gore und Leonardo DiCaprio haben uns darüber informiert, wie unsere Nutzung fossiler Brennstoffe uns immer näher an einen Weltuntergang bringt, der im Vergleich dazu das Ende von „Titanic“ wie einen niedlichen Pixar-Animationsfilm aussehen lassen wird.

Und ja, sogar Shampoos schaffen es auf die Nicht-Kaufen-Liste wegen einiger der aggressiven Chemikalien, die sich in ihren Plastikflaschen tummeln. Die problematischen Inhaltsstoffe sind die Detergenzien, die für die reinigende Wirkung von Shampoos verantwortlich sind. Die Umwelt wird dann belastet, wenn diese Reinigungsmittel den Abfluss runtergehen und auf die Köpfe unschuldiger Ninja Turtles regnen. Nehmen wir uns einen Moment Zeit, um die zahlreichen Sünden dieser Produkte aufzuzählen.

Cry me a river

Reinigungsmittel, auch Detergenzien genannt, bestehen aus einer Menge an Phosphaten und Nitraten, die schädlich sein können, wenn sie unsere Flüsse erreichen. Diese Nährstoffe ermöglichen ein beschleunigtes Wachstum von Wasserpflanzen (z. B. Algen), was zu der Gefahr führt, dass sie das aquatische Ökosystem überwuchern. Wenn diese Pflanzen absterben, werden dem Wasser während des Zersetzungsprozesses große Mengen Sauerstoff entzogen. Dies hat wiederum zur Folge, dass Fischen und wirbellosen Tieren im Wasser der Sauerstoff ausgeht und sie ersticken. Der Zersetzungsprozess geht allerdings hurtig weiter – auch wenn inzwischen kein Sauerstoff mehr da ist. Wenn dieser Punkt erreicht ist, wird der Schwefelwasserstoff im Wasser freigesetzt, was in der Luft einen Verwesungsgeruch wie von fauligen Eiern hinterlässt.

Wehrlos

Detergenzien bestehen aus anionischen Tensiden – im Wesentlichen chemische Stoffe, die die Oberflächenspannung von Öl und Wasser reduzieren. Laut der U.S. Environmental Protection Agency stellt genau diese Eigenschaft eine Gefahr für Wasserlebewesen dar, weil anionische Tenside die Schleimschicht der Fische schwächt, die sie vor Parasiten und Bakterien schützt. Die Verringerung der Oberflächenspannung im Wasser erhöht auch die Wahrscheinlichkeit, dass Wasserlebewesen Pestizide, Phenole und andere schädliche Stoffe aufnehmen können, die in die Flüsse gelangt sind. Und das führt schließlich zu einer geringeren Vermehrung dieser Lebewesen.