Die Belastung der Umwelt durch herkömmliche Shampoos

Umwelt und Shampoos

Vor dem 20. Jahrhundert fanden es die Menschen unglaublich schwer zu glauben, dass irgendetwas, was Menschen tun, sich wirklich auf die Umwelt auswirken könnte. Der Himmel schien zu unendlich, die Ozeane zu groß und die Heerscharen an Tieren zu widerstandsfähig, um von uns kleinen Niemanden wirklich beeinträchtigt zu werden. Jetzt wissen wir das natürlich besser (sollte man meinen). Einflussreiche Philanthropen wie Al Gore und Leonardo DiCaprio haben uns darüber informiert, wie unsere Nutzung fossiler Brennstoffe uns immer näher an einen Weltuntergang bringt, der im Vergleich dazu das Ende von „Titanic“ wie einen niedlichen Pixar-Animationsfilm aussehen lassen wird.

Und ja, sogar Shampoos schaffen es auf die Nicht-Kaufen-Liste wegen einiger der aggressiven Chemikalien, die sich in ihren Plastikflaschen tummeln. Die problematischen Inhaltsstoffe sind die Detergenzien, die für die reinigende Wirkung von Shampoos verantwortlich sind. Die Umwelt wird dann belastet, wenn diese Reinigungsmittel den Abfluss runtergehen und auf die Köpfe unschuldiger Ninja Turtles regnen. Nehmen wir uns einen Moment Zeit, um die zahlreichen Sünden dieser Produkte aufzuzählen.

Cry me a river

Reinigungsmittel, auch Detergenzien genannt, bestehen aus einer Menge an Phosphaten und Nitraten, die schädlich sein können, wenn sie unsere Flüsse erreichen. Diese Nährstoffe ermöglichen ein beschleunigtes Wachstum von Wasserpflanzen (z. B. Algen), was zu der Gefahr führt, dass sie das aquatische Ökosystem überwuchern. Wenn diese Pflanzen absterben, werden dem Wasser während des Zersetzungsprozesses große Mengen Sauerstoff entzogen. Dies hat wiederum zur Folge, dass Fischen und wirbellosen Tieren im Wasser der Sauerstoff ausgeht und sie ersticken. Der Zersetzungsprozess geht allerdings hurtig weiter – auch wenn inzwischen kein Sauerstoff mehr da ist. Wenn dieser Punkt erreicht ist, wird der Schwefelwasserstoff im Wasser freigesetzt, was in der Luft einen Verwesungsgeruch wie von fauligen Eiern hinterlässt.

Wehrlos

Detergenzien bestehen aus anionischen Tensiden – im Wesentlichen chemische Stoffe, die die Oberflächenspannung von Öl und Wasser reduzieren. Laut der U.S. Environmental Protection Agency stellt genau diese Eigenschaft eine Gefahr für Wasserlebewesen dar, weil anionische Tenside die Schleimschicht der Fische schwächt, die sie vor Parasiten und Bakterien schützt. Die Verringerung der Oberflächenspannung im Wasser erhöht auch die Wahrscheinlichkeit, dass Wasserlebewesen Pestizide, Phenole und andere schädliche Stoffe aufnehmen können, die in die Flüsse gelangt sind. Und das führt schließlich zu einer geringeren Vermehrung dieser Lebewesen.

Können sich die Toxine in Kosmetika im Laufe der Zeit in meinem Körper ansammeln?

Körperpflegeprodukte Toxine in Kosmetika

Es kann einem schon Angst einflößen, was die Aufsichtsbehörden so alles für den Kosmetikmarkt zulassen, besonders in den USA. Der Autor Dr Joseph Mercola weist in seinen Artikeln zum öffentlichen Gesundheitswesen darauf hin, dass in den US-amerikanischen Kosmetika derzeit etwa 13.000 Chemikalien gefunden werden können. Davon wurden nur 10 Prozent untersucht und als für den öffentlichen Konsum ungefährlich erachtet. So verrückt das auch klingt, obwohl die US Food and Drug Administration (FDA, Behörde für Lebens- und Arzneimittel) dazu bevollmächtigt ist, die Kosmetikindustrie zu kontrollieren und zu regulieren, machen sie das tatsächlich nur dann, wenn „Probleme“ auftreten.
In den Worten der FDA: „Nach dem Gesetz ist eine Zulassung vor der Markteinführung für Kosmetikprodukte und -inhaltsstoffe nicht nötig, mit der Ausnahme von Farbzusatzstoffen.”

Das ist besonders verstörend, wenn man bedenkt, dass die durchschnittliche US-amerikanische Frau täglich 12 Körperpflegeprodukte verwendet. Diese Produkte beinhalten etwa 168 verschiedene Chemikalien, während Männer etwa 85 solchen Chemikalien pro Tag ausgesetzt sind. Unglücklicherweise sind viele dieser Inhaltsstoffe alles andere als harmlos. Die kanadische NGO Environmental Defense testete 49 verschiedene Make-up-Produkte und stellte fest, dass 96% davon Blei und 20% Arsen enthielten.

Wie wird der Körper mit diesen Toxinen fertig?

Im Wesentlichen gibt es zwei Arten von Toxinen, mit denen der Körper umgehen muss: endogene und exogene Toxine. Erstere sind Wirkstoffe, die vom Körper als Nebenprodukt mancher Zellvorgänge produziert werden. Beispiele für solche Toxine sind Kohlendioxid, Harnstoff und Milchsäure. Exogene Toxine sind externe Substanzen, die unser Körper aufspalten oder abstoßen muss. Hier ist eine Liste der am häufigsten vorkommenden Haushaltstoxine, die einen Teil dieser exogenen Bedrohung bilden.

Die gute Nachricht ist, dass das meiste, was wir auf unsere Haut auftragen, nicht in unseren Blutkreislauf gelangt. Das liegt daran, dass die Haut gute Arbeit dabei leistet, uns zu schützen. Wenn dem nicht so wäre, bräuchten Diabetiker nur Insulinpflaster aufzukleben, anstatt Insulin zu spritzen.
Und selbst diejenigen, die es über die Haut in unseren Körper schaffen, werden in der Regel behandelt wie ein Toxin, das Sie mit Ihrer Nahrung eingenommen haben könnten. Die Leber existiert, um solche potentiell gefährlichen Stoffe loszuwerden. Zumindest kurzfristig.

Können sich die Toxine ansammeln?

Wie oben bereits erwähnt, ist unser Körper regelmäßig diversen Schwermetallen ausgesetzt. Sie sind in vielen der Produkte enthalten, die wir zu uns nehmen oder auf unsere Haut auftragen. Diese Metalle sind oft nicht auf der Verpackung angeführt, weil sie als „Nebenprodukte“ erachtet werden, die aus den kosmetischen Prozessen hervorgehen. Wenn wir mit diesen Wirkstoffen in Kontakt kommen und unsere Leber nicht optimal arbeitet, kann das Resultat eine Ansammlung sein.